//PERIPHERIE// Vernissage » Julia Zöhrer: Missed The Last 24 Times » 20.04.2017 » 19:00

Auftakt des MARK-Jahresschwerpunkts: PERIPHERIE (Da/Dort)

Vernissage
Julia Zöhrer: Missed The Last 24 Times

Donnerstag, 20. April 2017, 19:00 Uhr
Eintritt frei

Eröffnungsrede von Daniel Toporis (https://danieltoporis.wordpress.com/author/toporis/) zum Thema DA UND DORT – ÜBER GRENZEN UND GRENZÜBERSCHREITUNGEN.

Julia Zöhrer ist am 24. November 1992 in Gmunden, Oberösterreich geboren. Sie studiert seit 2012 an der Kunstuniversität Linz, Malerei und Grafik. Ausstellungen u.a. 2016 „Kunstpreis Lentos und Freunde Ausstellung“ Gemeinschaft- Linz; 2016 „Ausstellung Deutschvilla“- Strobl;  2016 „Ausstellung Minsk“ – Minsk; 2016 „Ausstellung Schloss Cumberland“ – Gmunden; 2017 „Kolchose, Laktose, Osmose“- Salzamt Linz
Link: https://juliazoeh.wordpress.com/author/hirseball/

In den großflächigen Bleistiftzeichnungen der oberösterreichischen Künstlerin spielen Personen und Räume eine große Rolle. Der Titel „Missed The Last 24 Times“ bezieht sich auf die Auswirkungen der Stellung des Individuums in der Gesellschaft, sobald vermeintliche Ziele (der Gruppe) nicht erreicht werden – und man dadurch in eine Art „persönliche Peripherie“ versetzt wird.
Der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema ging eine intensive Recherche und Forschungslektüre zu den Themen Menschen, Gesellschaft und Räume voraus. Die dabei entstandenen Gedankengänge spiegeln sich in den Bildern der Ausstellung wider. In den Werken bleibt viel Spielraum für Interpretation: Wo ist das „Innen“ und wo das „Außen“? Wo verorten sich die Betrachtenden?

Julia Zöhrer – I can’t believe you

Julia Zöhrer stellt ihrer Ausstellung ein Zitat aus Norbert Elias‘ Text „Gesellschaft der Individuen“ voran: „Es ist dieser Widerstreit im Einzelnen, diese oder Ausklammerung bestimmter Sphären des Lebens aus dem gesellschaftlichen Verkehr der Menschen und ihre Belegung mit gesellschaftlich gezüchteter Angst, etwa Scham- und Peinlichkeitsgefühlen, die in dem einzelnen Menschen das Empfinden wachhält, er sei etwas, das ganz für sich alleine, ohne Beziehung zu anderen Menschen existiere, das erst <nachträglich> zu anderen <draußen> in Beziehung trete.“

Julia Zöhrer – Paranoia im Garten

Zum Jahresschwerpunkt PERIPHERIE (Da/Dort):

Das MARK.freizeit.kultur ist ein Kulturzentrum am Stadtrand von Salzburg. Der Stadtteil Sam befindet sich im Norden der Stadt und ist im Bewusstsein vieler Salzburgerinnen und Salzburger „Peripherie“, weit draußen oder gar nicht präsent. Das Kulturzentrum selbst befindet sich in einem Gewerbegebiet. Zwischen Lagerhallen und Großhandel findet auf zwei Stockwerken Kulturarbeit statt: Aufgrund der Wurzeln des Vereins MARK mit dem besonderen Anspruch, Menschen zu erreichen, die den Weg zu etablierteren Kultureinrichtungen aus unterschiedlichen Gründen scheuen bzw. den Zugang dorthin noch nicht gefunden haben. Im MARK.freizeit.kultur wird niederschwelliger Kontakt zu unterschiedlichsten Kunstformen und Genres ermöglicht, nicht nur als „KonsumentIn“, sondern explizit auch mit dem Anspruch, zur Partizipation zu motivieren.

Seit mehreren Jahren finden im MARK monatlich wechselnde Ausstellungen statt: Das obere Stockwerk des Kulturzentrums wechselt je nach Künstlerin/Künstler sein Gesicht – Fotografie, Malerei, Drucke, aber auch Skulpturen und Lichtinstallationen waren z.B. Teil des Programms 2016 (alle bisherigen Ausstellenden sind abzurufen unter: http://www.marksalzburg.at/medien/kuenstlergalerie/). Anfang 2017 wurden Künstlerinnen und Künstler aus ganz Österreich eingeladen, sich mit einem Ausstellungskonzept zum Thema PERIPHERIE (Da/Dort) zu bewerben. Ein Beirat wählte fünf KünstlerInnen aus, deren Werke ab April 2017 bis Jahresende für jeweils ca. sechs Wochen im MARK während der Öffnungszeiten zu sehen sein werden. Auftakt der Ausstellungen bildet jeweils eine Vernissage, begleitend sind Workshops für unterschiedliche interessierte Gruppen geplant.

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