[MARK-Blog] Interview mit Julia Bugram – von mir zu dir

Julia Bugram ist eine der KünstlerInnen, die auf unseren Call zum Thema PERIPHERIE (Da/Dort) reagiert haben und deren Werke von 24. Mai bis Anfang Juli im MARK zu sehen sein werden. Vorab hat sie uns per E-Mail auf einige Fragen geantwortet:

* Was hat dich am Thema „PERIPHERIE (Da/dort)“ angesprochen und wie steht dieses Thema in Bezug zu deiner bisherigen oder aktuellen Arbeit?

Mit dem Thema Peripherie habe ich mich die letzten 1,5 Jahre näher beschäftigt. Ich war 2016 länger auf Reisen und habe unheimlich spannende Eindrücke aus der Peripherie mitgenommen. Diese Eindrücke gewinnt man jedoch nicht nur auf Reisen, sondern auch ganz allgemein im Alltag. Das Ergebnis sind Perspektiven aus meiner persönlichen Peripherie.

Eine Seite aus dem Projekt 2×36 – die andere wird direkt in Bezug auf Salzburg erstellt & ist dann ab dem 24. Mai auch im MARK zu sehen.

* Du hast ja das Projekt 2×36 erwähnt – wie bist du auf diese Idee gekommen, wie gehst du an die Arbeit heran? Und was ist dein persönlicher Salzburg-Bezug?

Die ursprüngliche Idee zur Arbeit 2×36 geht auf eine Kooperation mit einem befreundeten Künstler zurück. Damals haben wir unsere Sichtweisen zu unserer Umgebung gegenübergestellt. Für die Ausstellung Peripherie habe ich das Werk überarbeitet und es ist nun eine Gegenüberstellung meiner Peripherie zu Wien und Salzburg.
Mit Salzburg verbindet mich vor Allem die Kunst. Ich war vor einigen Jahren im Zuge der internationalen Sommerakademie das erste Mal in Salzburg und es hat mir dort sehr gut gefallen. Auch weitere Besuche haben diesen positiven Eindruck bestätigt und daher konnte ich mir sehr gut vorstellen hier auszustellen!

* Gibt es in deinen bisherigen Arbeiten immer wiederkehrende Themen, die du unterschiedlich bearbeitest?

Ja, die Themen kommen immer wieder. Am häufigsten vermutlich wirklich das persönliche Umfeld (meine Peripherie). Das ergibt sich beinahe automatisch, ob es mir Recht ist oder nicht. Ich arbeite auch auf unterschiedliche Weisen. Im Moment arbeite ich zum Beispiel an einem künstlerischen Projekt, das einen „verbannten“ Platz durch künstlerische Eingriffe wiederbeleben soll. Die Annäherung in diesem Fall ist über künstlerische Forschung und qualitative Erhebung geplant. Aus meiner Sicht führen diese unterschiedlichen Herangehensweisen jedoch zum selben Ziel. Die bestmögliche Lösung zu finden um charmante Aspekte der Peripherie dieses Platzes hervorzuheben und diese bewusst in Szene zu setzen. Aus der Arbeit mit dem Umfeld soll die „Belebung“ des Platzes hervorgehen.

Liebe Julia, das klingt alles sehr spannend und wir freuen uns schon sehr auf die Vernissage deiner Ausstellung am Mittwoch, 24. Mai, ab 19:00 Uhr! Danke für deine Antworten :-)