beißpony » Zine & Craftivism-Workshop » Konzert » 07.06.2017 » 15:00-17:30 bzw. 20:00

Let’s Do It Together!

Ein Zine und Craftivism Workshop mit beißpony

Mittwoch, 07. Juni 2017, 15:00 bis 17:30 Uhr, kostenlos, Anmeldung & Infos unter presse@marksalzburg.at

Ein sprechender Rock, Nachrichten aus der Zigarettenschachtel, Melodien aus der Nähmaschine, und gestricktes Graffiti : im Workshop könnt ihr subversive (Maga)ZINEs und Textilprojekte kennenlernen. Anhand ausgewählter Beispiele aus dem queerfeministischen Kontext wird gezeigt, wie selbstgemachte Hefte, Näh- und Handarbeiten genutzt werden können, um ernsthafte Themen sensibel und mit Scharfsinn und Humor greifbar zu machen. Ihr habt Gelegenheit, im gemeinsamen Austausch miteinander gestickte Botschaften, genähte Zeichnungen, kurze Texte oder Miniatur-Hefte zu entwickeln. Eine Auswahl an Recyclingmaterialien (ausrangierte Zeitschriften, Postkarten, Warnwesten, Gitarrenplektren, Bandagen, Filmbänder, etc.) steht Euch beim Experimentieren zur Verfügung. Ihr könnt gerne eigene Dinge zum Umgestalten mitbringen.

Foto: Klaus Dietl

beißpony in concert

ab 20:00 Uhr, Eintritt freie Spende, empfohlener Betrag: 4 Euro

“Das Letzte Loch ist der Mund”, so der Titel des ersten Spielfilms, der gerade fertig gestellt worden ist, in Oxford entsteht das Songwriting und in München werden Kostüme, Videos und Soundscapes für die Live-Performances entwickelt – das Kollektiv um das Duo beißpony platzt vor Ideen. Auf
dem Debutalbum “Brush Your Teeth” stimmt eine singende Nähmaschine zum Schreibmaschinenklackern ein. Piano und Gesang treffen auf die Geräuschkollagen eines Spielzeugorchesters, während das rauhe Schlagzeug zum Kontratanz auffordert.
Gesellschaftskritik schleicht sich bei beißpony auf humorvolle Art mit einer gesunden Portion Biß in die Lyrics ein. Den Songkosmos bevölkern fabelhafte Figuren: arbeitslose Teufel, boshafte Kleinkinder oder ein einsichtiges Einhorn namens Isolde. Mit dem Song “Terror of the District” beziehen sich beißpony auf Elsa Freytag von Loringhoven, eine Dada-Künstlerin, die in den Zwanziger Jahren in New York die damalige Gesellschaft mit ihren Performances verstörte.

Foto: Klaus Dietl

Kennengelernt haben sich die beiden Bandmitglieder (Textilkünstlerin Steffi Müller und die deutsch-türkische Songwriterin Laura Melis Theis) 2006 im Kafe Kult – der legendären Münchner Keimzelle für Punk, Hardcore und experimentelle Musik; dort traten sie zum ersten Mal auch gemeinsam auf. 2013 erschien das Debut-Album „Brush Your Teeth“ bei ChicksOnSpeed Records und seitdem hat sich das Duo zusammen mit ihrem umtriebigen Kollektiv aus bildenden und darstellenden KünstlerInnen mit ihren Live Performances längst einen Namen gemacht. Nach Auftritten beim Fusion Festival, im ZKM Karlsruhe oder beim Puch Open Air folgte 2016 eine Einladung zum SXSW Festival in Austin, Texas. Gemeinsam haben die beiden die Hörspielmusik für „Beyond The Rainbow“ von Jörg Albrecht komponiert. Im Herbst 2016 hat Steffi, Percussionistin bei beißpony, „Alligator Gozaimasu“ veröffentlicht – eine experimentelle Punk Platte mit Musiker*innen aus Japan, Südafrika, Brasilien und Hawaii. Laura Melis Theis hat in der Zwischenzeit „Bad Ass Snowwhite“ produziert, ihr neues Solo-Album. Und gemeinsam mit Ruslan Boyarin und Klaus Erich Dietl hat Steffi gerade die Hörspielmusik für Elfriede Jelinek’s Stück „Licht im Kasten“ fertig komponiert.

Derzeit arbeiten Laura und Steffi an ihrem neuen beißpony Album „Beasts & Loners“, das sie 2017 auf ihrem frisch geründeten Label RagRec veröffentlichen werden. Erste Songs daraus gibt es am 7. Juni im MARK zu hören.

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