Wir lesen uns die Münder wund – Gewinnerin des MARK-Lesewettbewerbs 2014

„Na! Ned heid!“
Lisa Viktoria Niederberger

„Die Vögel blicken mich an, der Wind zerzaust mir meine Haare. Angenehm kalt ist er, er riecht nach Herbst. Im Herbst stirbt alles. Sogar die Vögel flüchten. Ich starre die Amseln an, wische mir den Rotz vom Kinn und wünsche mir zu fliegen …“

einband_schlussfassung_webLisa Viktoria Niederberger wurde früh genug geboren, um irgendetwas vom Mauerfall mitbekommen zu haben. Jedoch war ihr ihr Plüschdinosaurier eindeutig wichtiger und näher. Ihre schulische Sozialisation in Oberösterreich war vielfältig. Dörflich, erzkatholisch bis hin zu freigeistig. Daraus ergab sich eine überraschende Wissensbreite ohne nennenswerte Folgeschäden.

Inzwischen ist sie in Salzburg zwischen Studium und Barkeepern, Kunst und Profanem, Belletristik und Bier, angekommen. Kurz: beim Spagat zwischen Hochgeistigem und Alltäglichen.

Dies alles führt zwangsläufig zu guten Geschichten, die aufgeschrieben und gelesen werden müssen.

Aus dem Vorwort zum Buch von Stefan B. Findeisl: „Wir entdecken Themen, über die man sich so richtig aufregen oder besser gesagt sudern kann. Denn Dialekt darf und muss sein. Mit ihm bringt uns die Autorin näher an ihre Figuren und deren Erlebniswelten. […] Der scharfe Blick auf ihre Umwelt ist immer gepaart mit der Zuneigung zu jenen, über die sie erzählt. Das kleine Erleben im Jetzt findet genauso seinen Platz wie die Einordnung in ein geschichtliches Ganzes. Einmal werden wir Menschen sogar aus einer ungewohnten Perspektive betrachtet. Wir können von der Welt lesen, die uns umgibt und in der auch die Liebe nicht fehlen darf. Von beiden Polen dieses Gefühls wird berichtet. Von der glücklichen, weil erwiderten, wie von der unerfüllten, gescheiterten Liebe.

Erhältlich ist das Buch bei der Autorin, im MARK.freizeit.kultur (Bestellung unter office@marksalzburg.at) und in der Buchhandlung Neues Leben, Bergstraße 16, 5020 Salzburg.

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