[MARK-Blog] Ein „Grenzgang“ mit Katharina Acht

Bei der vierten Ausstellung im Rahmen des heurigen Jahresschwerpunkts Peripherie (Da/Dort) im Mark Salzburg ermöglicht uns die gebürtige Ohlsdorferin Katharina Acht melancholisch gefärbte Einblicke auf einzigartige Momente der Abgeschiedenheit.
Für den ersten Teil der Reihe mit dem Titel „Grenzgang“ entstanden die Bilder sowohl in Linz als auch in Salzburg im Zuge nächtlicher Fahrten durch urbane Gegenden und zeigen Häuserfassaden, in denen sich triste dunkle und unbewohnt wirkende Passagen sich rythmisch mit beleuchteten Fenstern abwechseln. Auf diese Weise wird bei der Betrachtung nicht zuletzt Neugier und Phantasie über das Leben der Bewohner entfacht.

 

Auch zu dem zweiten gezeigten Schwerpunkt ließ sich Katharina im Zuge ihrer Reisen inspirieren: die Bilder wurden im Luxushotel „Hospiz“ am Arlberg kreiert, wo in der ersten Woche der Nachsaison das dekadente Treiben von einer Phase abgelöst wurde, in der beinahe sämtliche Gäste abrupt abreisten und so ein geradezu surrealer Eindruck der Einsamkeit entstand. Dieses menschenleere Gefühl, das uns zuweilen an Kubrick‘s The Shining erinnern lässt, hat Katharina Acht eingefangen und vermittelt es uns so auf eindrucksvolle und sehenswerte Weise.

 

Alex Krämer und Katharina Acht eröffneten die Ausstellung GRENZGANG am 14.09.2017.
Das anschließende Interview könnt ihr euch hier anhören:

 

Vernissage, Katharina Acht: Grenzgang / Fotobegleitung von Milos Vujcic