P-ART Impuls: Potential Peripherie?! Dezentrale Kulturarbeit als regionale Herausforderung

P-ART Impuls: Potential Peripherie?! Dezentrale Kulturarbeit als regionale Herausforderung

Inwiefern prägt eine räumliche, oft periphere Dimension dialogorientierte Kunst- und Kulturangebote?

Am 10. Oktober 2018 trafen im Rahmen der öffentlichen Veranstaltungsreihe mit_ein_anders der P-ART Akademie für dezentrale und transdisziplinäre Kulturprojekte Kim Habersatter vom Kulturfestival „Einmal Mond und zurück“, Rüdiger Wassibauer, künstlerischer Leiter wie auch Mitbegründer der Schmiede Hallein und unser Geschäftsführer Gerd Pardeller in den Räumlichkeiten des MARK Salzburg zusammen. Moderiert von Siglinde Lang wurde vor einem interessierten Publikum unter dem Motto Potential Peripherie?! Dezentrale Kulturarbeit als regionale Herausforderung“ die Fragestellung diskutiert, inwiefern eine räumliche, oft periphere Dimension dialogorientierte Kunst- und Kulturangebote präge.

Die drei Impulsreferent*innen gingen dabei im Verlauf ihrer Vorträge auf die Arbeit der jeweiligen Kulturprojekte ein. Sie erläuterten ihr Verständnis von „Peripherie“ und ihren Umgang mit dieser Problemstellung. Trotz der vermeintlichen Unterschiede in den drei Beispielen zeigten sich im Verlauf der Diskussion zahlreiche Überschneidungspunkte. Deutlich wurde im Verlauf des Abends, dass „Peripherie“ im Kulturbereich nicht als solche behandelt werden kann, sondern nur im Kontext der jeweiligen Institution bzw. im Kontext des jeweiligen Projektes und der Rahmenbedingungen. Dies beginnt bei der Gestaltung des Programms, zugeschnitten auf eine bestimmte Zielgruppe, über deren Aktivierung hin zu einem umfassenden, inklusiven Dialog mit den Menschen und der Notwendigkeit weitreichender Vernetzung und Miteinbezug der näheren Umgebung, der „Peripherie“ selbst.

Am Ende wurde eines deutlich: Peripherie ist eine Frage der Interpretation. „Peripherie“ kann immer nur unter Einbezug eines vordefinierten Zentrums existieren. Peripherie ist selten ein rein „räumlicher“ Begriff, sondern stark von der jeweiligen gesellschaftlich-sozialen Einbettung abhängig. Was geografisch gesehen — oder für eine bestimmte Gruppe von Menschen —als Peripherie gilt, kann für eine bestimmte Kulturszene, ein bestimmtes Genre, eine Subkultur etc. sehr wohl den Mittelpunkt des Geschehens bilden.

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